Die Vaterschaft im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit, IFHA, 28.-29. Juni 2013

Die Vaterschaft im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit, IFHA, 28.-29. Juni 2013

Diese Tagung behandelte die Geschichte der Vaterschaft in Deutschland, der Schweiz und Italien zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert, sowie die mögliche Beziehung zwischen der Entwicklung der Formen der Vaterschaft und den Reformen jener Zeit.

Ausgehend von der Analyse verschiedener Quellen (literarische Texte, Familienbücher, Bilder, Texte, Testamente, etc.) aus unterschiedlichen Milieus (Kleriker, Patrizier, Kaufleute, Gebildete, etc.), wurde die Auseinandersetzung mit der Neudefinition der Rechte und Pflichten von Vätern, mit den Formen der Weitergabe, den Worten und Bildern der Vaterschaft sowie mit den Repräsentationen von Männlichkeit und Weiblichkeit, die diese Formen der Vaterschaft in Anspruch nehmen, vefolgt. Im deutschsprachigen Raum stellt sich außerdem die Frage nach der Verbindung mit der protestantischen Reform, besonders im städtischen Raum. An der Schnittstelle zwischen der Geschichte der Familie und der Geschichte der Vaterschaft, der Politik- und Religionsgeschichte, schlug dieses Treffen, das französische, schweizerische, deutsche und italienische Forscher zusammenbrachte, darunter eine große Zahl von NachwuchswissenschaftlerInnen, eine breite Reflexion über die Vaterschaft vor. Diese beschränkte sich nicht auf den Bereich der Familie, sondern berücksichtigte auch die sozialen und politischen Dimensionen der Frage.

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