Ringvorlesung „Liberté, Égalité, Europa“: Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher zu Populismus und Wahlverhalten

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Goethe-Universität Hörsaal 10

 

Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher ist an der Goethe-Universität Frankfurt Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt sozialer Konflikt und sozialer Wandel. Ihre Forschungsthemen umfassen unter anderem The Rural-Urban Divide in Europe (RUDE), sowie die Rolle von internalisierten Wirksamkeitsüberzeugungen für die Partizipation in Bildung und Politik, aber auch der Einfluss von Sozialstruktur, Diskriminierung und Gewalt auf Muslime in Deutschland. 

Die Begriffstrias Liberté – Égalité – Fraternité prägte als Vermächtnis der Aufklärung und der Französischen Revolution die Entwicklung der Demokratie. Doch der universelle Anspruch dieser Werte blieb in der politischen Realität oft unerfüllt, wie nicht zuletzt postkoloniale und geschlechterhistorische Forschungen gezeigt haben. Trotzdem inspirieren diese Ideale bis heute demokratisches Handeln. Daneben ist die Kritik an der Tradition der Aufklärung aber nicht etwa verstummt – von der Frankfurter Schule über den französischen Poststrukturalismus bis hin zu aktuellen Stimmen, die angesichts des Erfolgs erratischer Politik und digitaler Polarisierung das „Ende der Aufklärung“ ausrufen. Was bedeutet das für ein politisches Europa? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus in Frankreich und Deutschland für Wissenschaft und Praxis?

Die Ringvorlesung untersucht explizit, wie in beiden Ländern diese Ideale gedeutet und theoretisch weiterentwickelt werden. Politikwissenschaftler:innen aus Frankfurt und Frankreich präsentieren Bestandsaufnahmen, Analysen und Visionen und öffnen die Diskussion für Perspektiven aus Literaturwissenschaft, Geschichte und Ökonomie, die zum gewohnt pluridisziplinären Charakter der Ringvorlesung beitragen.

Weitere Informationen zur Ringvorlesung finden Sie hier: Ringvorlesung „Liberté, Égalité, Europa“ https://ifra-francfort.fr/de/node/246